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Almanach christlicher Grundworte - Toleranz

Toleranz

In einer Weltgesellschaft, die immer näher - jedenfalls virtuell - zusammenrückt, ist Toleranz ein unbedingtes Erfordernis, um miteinander einigermaßen friedlich zu leben. Dabei geht es nicht nur darum die Meinung anderer gelten zu lassen, sie beschränkt sich auch nicht nur auf religiöse Fragen, sondern umfasst die ganze Existenz, unser Dasein in der Welt, weswegen sich Toleranz auch nur schwer definitorisch fixieren lässt, noch weniger verordnen.

Auf Grund seiner Geschichte hat das Christentum keinen Grund, sich als Vorkämpfer der Toleranz zu brüsten. Deswegen kann ein christliches Nachdenken über Toleranz nur selbstkritisch sein. Denn wir sehen heute klar: Die Geschichte der Hauptströmungen des Christentums wurde bis ins vorige Jahrhundert hinein (aber auch noch heute in Serbien oder Irland z.B.)über weite Strecken im Geist der Intoleranz gegenüber anderen Religionen wie gegenüber abweichenden Auffassungen des Christentums geprägt.

Wer also heute die unzureichende Auffassung des Islam von Religionsfreiheit kritisiert (und sie ist unzureichend), nach der also die Zugehörigkeit von Bewohnern islamischer Staaten zum Judentum und Christentum erlaubt ist, aber der Übertritt vom Islam zu einem dieser Religionen, also der Abfall vom Islam, als todeswürdiges Verbrechen gilt, der sollte nicht vergessen, das wir das im Mittelalter bereits gehabt haben. Auch dort wurde eine ähnliche Auffassung von den Möglichkeiten und Grenzen der Toleranz vertreten.

Aber der Begriff "Toleranz" -und das ist zu den liberalen Zeitgenossen gesagt -soll und kann  nicht aus der Perspektive, einer neutralen, der nachaufklärerischen  Vernunft entsprechenden Beobachterperspektive bestimmt werden. Ich bin immer beteiligt und nicht neutral. Toleranz aus Glauben hieße also die Divise. Gerade weil ich die Last und die Freuden der anderen miterlebe und mittrage, weil ich heute zusammenlebe mit unterschiedlicher Kulturen und Lebensstilen, darum ist Toleranz nicht einfach nur formales Geltenlassen (was doch nur zur Ellbogengesellschaft führen würde). Man kann sich selbst und seine Religion in der Begegnung mit fdem Fremden vielleicht besser verstehen lernen. Man muss also seinem eigen en Glauben gegenüber nicht illoyal sein, wenn man Toleranz übt. Denn (mit Hans Küng: : Projekt Weltethos.. München 1990. Seite 142):"Loyalität zur eigenen Glaubenstradition und Glaubensgemeinschaft schließt dialogorientierte Einfühlsamkeit gegenüber Andersgläubigen nicht aus ", sondern sogar ein.

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