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Almanach christlicher Grundworte - Sünde

Sünde

Alter Zopf oder längst vergessen, was "sie" eigentlich meint? Ob vermeintlich fromme Verallgemeinerung der Sünde oder ihre moderne Leugnung - beides lässt den Menschen sich selbst verfehlen Es ist im Laufe der Geschichte viel Schindluder getrieben worden mit den Begriffen Sünde und Schuld. Man hat die Sünde auf falsche Weise personalisiert und privatisiert. Man hat vergessen, dass es gesellschaftliche Strukturen gibt, die die Sünden der Menschen beinahe unausweichlich machen. Man hat Sünde vor allem im Sexualbereich aufgespürt. Und das war eher die Geilheit der zu kurz Gekommenen in Kirche, Schule und Gesellschaft, als das, was "Sünde" einmal den Menschen bedeutet hat.

Es gibt allerdings eine neue Gefahr für die Humanität und die Autonomie des Menschen. Es ist die Leugnung der Schuldfähigkeit und das Verschweigen des Begriffes Sünde. Sünde und Schuld sind Würdebegriffe. Sie sagen aus, dass der Mensch kein Rädchen in einem fatalen Laufwerk ist, dass er zwar Pannen haben,  aber nicht schuldig werden kann.

Was heißt das für unsere eigene Würde, wenn sündigen nur noch bedeutet, eine Bratwurst am Bahnhof zu essen, obwohl man doch abnehmen wollte? Nach dem Krieg haben sich viele selbst verachtet und sich selber die Schuldfähigkeit abgesprochen, indem sie sich als Rädchen im Ganzen beschrieben haben; sie konnten ja nichts machen, sie haben ja nur gehorcht und Befehle ausgeführt. Auch hier die Flucht in die hilfreiche Ohnmacht. »Ich bin´s nicht!«, sagte Petrus, als er Christus im Hofe des Hohen Priesters verleugnete. »Ich bin´s, ich sollte büßen (in mich gehen)", singt die Frömmigkeit. Ich bin also verantwortlich für das, was ich tue oder unterlasse. sagt der Mensch, der sich nicht entwürdigt und nicht vor sich selber flieht. Solange wir uns als Person auffassen, solange können wir nicht verzichten auf die Begriffe Sünde und Schuld.

Es hat immer Einteilungen der Sünde nach ihrer Schwere und nach ihrer Zerstörungskraft gegeben. In der hebräischen Bibel waren es Sünden, die sich unmittelbar gegen Gott richteten, wie Gotteslästerungen und Götzendienst, aber ebenso die Sünden sozialer Ungerechtigkeit gegenüber den Schwachen der Gesellschaft, den Armen, Witwen, Waisen, Sklaven, Fremden und Alten. Auch das Neue Testament kennt Hauptverfehlungen. Im 1. Johannesbrief (2,16) werden als solche die Fleischeslust, die Augenlust und das stolze Leben angegeben. Aber erst seit Papst Gregor dem Großen (540-604) spricht man von den sieben Hauptsünden: Stolz, Habsucht, Neid, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit und geistliche Trägheit. Heute wissen wir, dass sie die Vieldeutigkeit in ihren positiven wie negativen Wirkungen für uns  beschreiben und markieren. Sie wollen sagen: Achtung aufgepasst und genau hin gesehen!

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