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Almanach christlicher Grundworte - Schöpfung

Schöpfung.

Oder wie die Erde zu bewahren wäre

"Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde, und die Erde war wüst und leer, und finster war es über dem Urmeer, und der Odem Gottes schwebte über den Wassern."

Mit diesem Satz beginnt die Bibel. Und er ist keine naturwissenschaftliche Auskunft über Urknall oder Erdentstehung, wohl aber enthält er ein Wissen und ein Vertrauen, das naturwissenschaftliche Erklärungsversuche so nicht haben können.

Gleichwohl: Dieser erste Satz ist rätselhaft genug, und das vorschnelle Bescheidwissen wird zum Hindernis bei aller weiteren Verständigung. Dieser  Satz ist ein Glaubensbekenntnis und damit ein Satz, der die Erde, weil sie geschaffen ist, retten soll, was angesichts von Klimakollapsen ja nicht leichtfertig von der Hand zu weisen wäre. Der erste Bibelsatz will auf seine Weise die Existenz des Lebendigen deuten. Er bestreitet und kritisiert alles, was nicht leben lässt, und der möchte hervorrufen, was heil macht. Zugleich will dieser Satz beschreiben, was wirklich ist, "wirklich" in dem Sinne, dass es  wirkt. Dieser Satz stammt aus einer Zeit, als sich Weltdeutung und Welterklärung noch nicht von einander geschieden hatten. Naturwissenschaft, die die Phänomene in ihren Bedingungen erklärt, und Geisteswissenschaft, die die Erscheinungen in ihrem Kontext deutet, diese Aufteilung der Disziplinen wurzelt in der Unterscheidung von Subjekt und Objekt, die René Descartes zu Beginn der Aufklärung formuliert hat. Es gibt Gründe, anzunehmen, dass diese Unterscheidung nur mehr in einem begrenzten Anwendungsbereich angemessen und sinnstiftend ist.

Der "Anfang" bedeutet weniger einen zeitlichen Beginn. Er will vielmehr ein Ganzes beschreiben und bewirken: die eine und ganze Welt, dem einen und ganzen Gott gegenüber, hoffend, dass der Mensch, der dies glaubt, selber ein Ganzer wird.

Das Ganze beschreibt die hebräische Sprache aber als Einheit von zwei Polen, als polares Spannungsfeld von Himmel und Erde. Ganz wird dies, indem die Pole aufeinander bezogen werden. Dann entstehen Ordnen und Beleben, Verbinden und  Beziehung stiften.

Was "Gott" tut, das wird "schaffen" genannt: mit einem Verb, das in der hebräischen Sprache Gott allein vorbehalten ist. Es bezeichnet voraussetzungsloses Erschaffen, Herausrufen aus dem Nichtsein. Dieses Nicht-sein ist dann aber nicht bloß einfach ein Noch-nicht-sein, sondern Tohuwabohu, Chaos, Finsternis und Abgrund. Dem stellt der Geist sich, "schwebend und brütend" über den Wassern. Und daraus wird Schöpfung.

Für diesen Schöpfungsbericht ist charakteristisch, dass die Schöpfung nicht, wie in der damaligen Umwelt, durch einen Götterkampf entsteht, sondern durch das wirkmächtige Wort des einen Gottes. Schöpfung geschieht hier in Akten der Unterscheidung, die das Chaos zurückdrängen, einfrieden und eine Ordnung von Rhythmen und Räumen etablieren, in der Leben möglich wird. Der eine Gott räumt der Schöpfung als seinem Gegenüber Zeit und Raum ein. Die Denkbarkeit des einen Gottes und der einen Schöpfung bedingen einander. Sonne, Mond, Sterne, Regen und Meer sind nicht mehr selber göttliche Wesen oder Erscheinungsformen von Göttern, sondern Teile der endlichen Schöpfung, dem transzendenten Schöpfer gegenüber. Die geschaffene Welt wird entgöttert und entgeistert; das bedeutet auf der einen Seite einen Gewinn von Universalität und Freiheit, auch von Angstfreiheit im Umgang mit dem Geschaffenen und Genuss, auf der anderen Seite aber auch die Notwendigkeit, die polaren Spannungen in der geschaffenen Welt und auch in Gott selbst aufeinander zu beziehen und auszuhalten.

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