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Entspannung und Geborgenheit - in den VCH-Hotels!

Zu Luther und Cranach per Rad

Luther und Cranach mit dem Fahrrad

Genussradeln der VCH Akademie von Eisenach über Gotha und Erfurt nach Weimar zu Gast in vier VCH Hotels/Wolfgang Teichert

Luther und Cranach mit dem Fahrrad? Gar von Eisenach bis  Weimar in fünf bequemen Tagen? Das geht, zumal wir gehört hatten, Weimar verlängert seine Cranachausstellung um eine Woche. Also dreimal „Cranach und Luther“ in Eisenach („Die Lutherporträts der Cranach-Werkstatt”),  in  Gotha („Cranach im Dienst von Hof und Reformation)“ und in Weimar („Cranach in Weimar”); Zwischenstation auf der Fahrradtour bildeten Erfurt  und sein Augustinerkloster.

 

Cranach und Luther zu Dritt  per Fahrrad. VCH Akademie-Leiter Wolfgang Teichert, Christoph Rahe und Peter Malzahn


Kaum  angekommen in Eisenach also das Fahrrad  vom Bahnhof  hinauf geschoben zum VCH Hotel „Haus Hainstein“; von dort zu Fuß in zwanzig Minuten zur Wartburg. Ja wir hatten gelesen, das Bildnis Martin Luthers als Junker Jörg und das Porträt von Katharina von Bora soll nicht aus der Cranach-Werkstatt stammen, hatten wir kurz zuvor gelesen. Aber, so die Auskunft: Die Wartburg-Stiftung hält an der Echtheit der beiden, eigens für die Eisenacher Sonderschau „Die Lutherporträts der Cranach-Werkstatt“ restaurierten Bilder fest. Echt oder nicht: für uns steht weniger die Kunst, als  die Lutherspur im Vordergrund. Und dass er an diesem Ort sozusagen die deutsche Sprache erfunden hat.

Zum poetischen Vorrat, den man in Deutschland mit sich trug, gehörten einstmals Goethes Verse aus dem „Wilhelm Meister“: Wer nie sein Brot mit Thränen aß, wer nie die kummervollen Nächte Auf seinem Bette weinend saß, Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte“. Dies Gedicht verdankt sich eben Luthers Übersetzung eines Psalms: „Du speisest sie mit Thränenbrot und tränkest sie mit großen Maß von Thränen und dazu Ich bin so müde von Seufzern ... und netze mit meinem Thränen mein Lage“.

Schild auf dem Weg zur Wartburg. (Foto C.Rahe)

Abends im warmen Junisonnenlicht auf der  Terrasse des Hotels Hainstein mit Blick auf die Wartburg vis a vis, genossen mit einem „Spargelduett“(grün und weiß) und einem sanft gebratenen Steak: Der Tag klingt gut aus .

Weiter am  2.Tag nach Gotha, entlang der „Hörsel“, meist auf kleinen Sträßchen und Wegen durch das Thüringer Becken. Weite Felder säumen den Weg, ehe wir passend zur Mittagszeit die gut erhaltene Jugendstilanlage der „Galopprennbahn Boxberg“ erreichen. Als sei die Zeit stehen geblieben und die Gesellschaft der vorigen Jahrhundertwende soeben mit dem Kutschen wieder abgefahren. Dann in Gotha, gleich gegenüber dem VCH Hotel am Schlosspark, finden wir das Herzogliche Museum: Es zeigt neben seinem umfangreichen Bestand an bedeutenden Gemälden und Grafiken der Malerfamilie Cranach eine umfangreiche Sonderausstellung mit hochkarätigen Leihgaben, Bildnisse, die das Bild des Reformators bis heute geprägt haben. Der Künstler und Kaufmann Cranach stellte seine künstlerischen Fertigkeiten eben auch in den Dienst der Reformation, attackierte auf einigen Holzschnitten die katholische Kirche scharf, was ihn freilich nicht gehindert hat, auch für die katholische Kirche zu arbeiten. Uns gefällt als häufig gezeigtes Motiv der Reformationszeit neben den Porträts Cranachs die Darstellung der Geschichte einer liebenden Frau, die als „Ehebrecherin“ bezeichnet wird. E s ist fast eine erotische Theologie oder eine Theologie der Erotik, die eher dem Lutherfreund  Melanchthon als dem Reformator gefallen haben dürfte.

Dario Götz (links) und Norman Schmidt beim Gothaer Grill (Foto C.Rahe)

Sollen wir erwähnen, dass Hoteleigner Georg Döbbeler zum Abendessen in der „Cranach-Stube“  einen milden  Franken „Regent“ von Karlheinz Liebberger serviert, passend zur auf der Terrasse durch die beiden Köche Norman Schmidt und Dario Götz gegrillten typischen Thüringer Bratwurstund anderen  Thüringer Köstlichkeiten?

Weiterfahrt am dritten Tag nach Erfurt: Wir durchradeln das Gebiet der „Drei Gleichen“. Man kann die drei stolzen Burgen Mühlburg, Burg Gleichen und Veste Wachsenburg nicht übersehen. Der neue Radweg „Bach - Rad - Erlebnis - Route“ führt direkt an ihnen vorbei; nebenbei: Diese Route  führt durch Orte und Landschaften, die die Kindheit und Jugend eines der größten Musiker aller Zeiten geprägt haben. So kommt man auch durch den Ort Wechmar, der schon einmal zum „Schönsten Dorf Thüringens“ gekürt wurde. Er ist durch das Bach-Stammhaus (Museum) bekannt. Dem Lauf der Gera folgend führt unser Weg durch schönste Parkanlagen direkt ins Zentrum der alten Handelsstadt Erfurt. Von weitem sieht man bereits den markanten Dom mit Severikirche liegen. Im VCH Gästehaus Nikolai finden wir ruhige Zimmer. Es liegt am Ufer des Breitstromes, zwischen Domplatz und Augustinerkloster am Nikolaiturm inmitten der historischen Altstadt, übrigens ein geschütztes Einzeldenkmal und erst neuerlich im Kirchenbesitz. Wir wussten, dass  Martin Luther Erfurt als seine geistige Heimat empfunden hat-. Hier hat er studiert (1501-1505) an der schon damals berühmten Universität. Hier stehen wir gut fünfhundert Jahre später an der Klosterpforte. Hierher wurde Luther von vier oder fünf  Studentenfreunden begleitet in dem Glauben, dass er nicht im Kloster bleiben wird. Die Freiheit eines Christenmenschen hätte für den angehenden Juristen, der auch die artistische Fakultät durchlaufen hatte, durchaus anders aussehen können. Ein weltliches Leben in Erfurt, wo er viele Freunde besaß. Oder im Dienst bei den Grafen von Mansfeld und die spätere Übernahme des elterlichen Bergbauunternehmens, wie vom Vater erwartet. Eine der vielen Legenden berichtet von einem Blitz, der das Leben des Studiosus grundlegend verändert habe, das Damaskuserlebnis eines zweiten Paulus.

Hier bekommen wir drei Radfahrer am späten Nachmittag eine Führung nur für uns."Jetzt sind wir hier im Kapitelsaal.“, sagt Birgit Messerschmidt, eine sogenannte Lutherfinderin. „ Der Kapitelsaal ist der Raum, der noch am besten erhalten ist im Originalzustand, wie er damals gebaut wurde. Heute ist es unsere Winterkirche, früher war's der ganz wichtige Raum für die Mönche. Hier hat sich das Mönchskapitel getroffen, am Morgen, wo der Tagesheilige bestimmt wurde oder die Tagesaufgabe definiert wurde, wo sich aber auch abends die Mönche getroffen haben mit dem Prior, um die kleinen Sünden, die die Mönche begangen haben, zu gestehen."Oder über theologische Fragen zu diskutieren. Hier entwickelte Luther möglicherweise auch die ersten reformatorischen Gedanken im Disput mit den Ordensbrüdern. Überhaupt war der Kapitelsaal der einzige Ort des Klosters an dem die Novizen und Mönche reden durften."Also auch der Fußboden hier im Kapitelsaal ist noch so der Originalfußboden, wo wir heute sagen, hier ist Luther gelaufen."

"Jetzt sind wir hier bei der letzten nachweislich bewohnten Zelle, in der Martin Luther gelebt hat, die eigentlich nur ganz spärlich möbliert ist mit einer Betbank. In die Zellen sind die Mönche eingetreten, um zu beten, zu meditieren oder eben das Bibelstudium zu betreiben. Schlafen war streng verboten in den Zellen damals, wurde mit Strafe belegt."

Eine Zeittafel, angebracht zwischen den Mönchszellen, erklärt den streng geregelten Tagesablauf, dem sich auch Luther seit 1505 unterordnen musste. Ein Umstand, über den sich der Reformator später bei seinen berühmten Tischreden eher lustig machen konnte.
Dennoch, hier bekam der angehende Ordenspriester sein theologisches Rüstzeug.

Wir dann vor dem Altar der Augustinerkirche, noch das Originalteil, an dem Martin Luther seine erste Primiz gelesen hat, nachdem er im Dom zum Priester geweiht wurde. „Und wir stehen hier“, führt unsere Fachfrau aus, „ auf der Grabplatte von Johannes Zachariae,  der dafür verantwortlich war zum Konstanzer Konzil, 100 Jahre bevor Luther im Kloster war, den Böhmischen Reformator Jan Huss verbrannt zu haben als Ketzerund als Widersacher der Kirche“" Und sie schließt: „"Aber auf der Grabplatte hat Luther gelegen – mit ausgebreiteten Armen. Er wurde als Mönch in das Kloster aufgenommen, hat hier seine Profess erfahren."

Nach einer eher kurzen Tagesetappe rollen wir in die Klassikerstadt Weimar direkt zum VCH Hotel Amalienhof, empfangen von Claudia Wießner der Hotelchefin. Stolz hält sie uns das druckfrische Exemplar der Thüringischen Landeszeitung hin: „Zu den zehn Top-Gastgebern in Thüringen“, lesen wir, „ zählen sie bereits seit Start der Aktion im vergangenen Jahr. Jetzt hat das Team des Hotels Amalienhof in Weimar um Geschäftsführerin Claudia Wießner auch die Bestätigung dafür erhalten. Das Hotel genießt damit neben neun weiteren in Thüringen eine Premiumpartnerschaft mit der Thüringer Tourismus GmbH, die Hotels mit einer herausragenden Service- und Angebotsqualität in den Vordergrund stellt.“ Vom ständig angeboten frischen  Obstsaft bis hin zur morgendlichen Tageszeitung mit exzellenten Büfett werden wir verwöhnt. Cranach sei „gerade bei Schiller“, hören wir. Im Schillermuseum, gleich hinterm Schillerhaus  interessieren wir uns in der Cranachausstellung vor allem für die Abteiling  »Glaube und Reformator«, wundern uns über die schematische Gegenüberstellung von „Gesetz und Gnade“ und staunen über ein Altarbild, das leider wieder in der „Herderkirche“ verhängt ist. Cranach schuf eben wiederholt Gemälde, auf denen er lutherische Lehrinhalte plakativ zur Darstellung bringen wollte.

Das Team vom Amalienhof (Hotelchefin Claudia Wießner in der Mitte)

 

Erholung suchen und finden wir dann in den Ilmwiesen, gesehen aus Goethes Garten. Und wir ahnen: Es gibt Zusammenhänge zwischen Maler, Reformator und Dichter. Nicht nur das wunderbare private „Theater im Gewölbe“ ist auf diese Idee gekommen. ES schreibt: „ Der Erste revolutionierte die Malerei, der Zweite mit seiner Bibelübersetzung die Deutsche Sprache, und der Dritte war gewiss kein Revolutionär, dafür eines der letzten Universalgenies. Der Weimarer Dichterfürst steht auf den Schultern seiner beiden Altvorderen. Vom Bildverkünder Cranach besaß Goethe ein Teil seiner Gene, – auch dessen Malerei beschäftigte ihn zuweilen, – der Wortverkünder Luther stimulierte ihn zu kraftvollen Metaphern.“

Wir haben Cranach und Luther wieder entdeckt, genussvoll erradelt bei bester VCH- Gastfreundschaft an allen vier Lutherorten.

Arrangement - Gothaer Liebespaarnacht

Gothaer Liebespaarnacht

VCH-Hotel am Schlosspark

Romantisches Candle-Light-Dinner. . . Das Ende des 15. Jahrhunderts entstandene "Gothaer Liebe...

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Tageslosung für 30.05.17 Ich, der HERR, habe dich gerufen, dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker., Jesaja 42,6.7


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