Buchung in nur 3 Minuten!

Almanach christlicher Grundworte - Endlichkeit

Endlichkeit
Unsere Lebenszeit ist begrenzt. Das kann man - älter werdend - beklagen. Unsere Zeit ist endlich und unser zentrales Zeitproblem ist die menschliche Lebenskürze. Denn der ist die unerbittliche Grenze für unseren vitalen und grenzenlosen Weltappetit. Im Gegensatz zur alten Religion hat sich unser Leben entfristet. Wir sehen unsere Zeit nicht mehr als befristeten Weg zum erlösenden Ende. Allerdings haben Philosophen und vor allem hat die Religion die Klage über die Kürze unseres Lebens nicht akzeptiert. Seneca ( er schrieb etwa zur Zeit Christi) zum Beispiel meint: Unser Leben sei nicht kurz, sondern wir machen es kurz, indem wir unsere Lebenszeit an Dinge verschwenden, die nicht der Mühe wert sind. Wir machen es kurz durch Zeitvergeudung. Und so stellt unsere Endlichkeit uns zugleich vor die Frage, was wir wichtig und wertvoll finden in unserem Leben, so wichtig, dass wir ihm Zeit schenken mögen. Ein endlichkeitsbewusstes Leben kann es wertvoller und kostbarer machen.

Freilich bleibt die Frage, ob wir es langsamer machen oder immer schneller. Wir sind nun einmal temporale Doppelwesen: Weil unsere Zeit Frist ist, können wir nicht beliebig warten, sonst verpassen wir unser Leben. "So müssen wir also ungeduldig sein und eilen" (Marquard). Zugleich gilt: Weil unsere Zeit Frist ist, können wir nicht beliebig viel Neues erreichen. Das limitiert unsere Schnelligkeit und macht uns langsam.

Unsere Zeit ist Frist, darum haben wir nicht immer die Wahl, ob wir schnell sein wollen oder langsam. Wir führen also ein "temporales Doppelleben", mal schnell, mal langsam.

Unsere Religion schließlich trägt zur Balance zwischen schnell und langsam bei, indem sie wünscht:

(Psalm 9o): "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden". Und "Meine Zeit steht in Deinen Händen" (Psalm 31.16) und "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Bachkantate)".

Zeit also wird uns gewährt, sie ist nicht begrenzt auf meine eigene Lebenszeit hier auf der Erde. Älterwerden und Altsein heißt dann nicht, dass die Lebenszeit allmählich zu Ende geht und dass sich rechnen lässt, wie viel noch bleibt. Älterwerden und Altsein heißt, immer mehr davon zu erkennen, was den Menschen in ihrer Endlichkeit gewährt ist. Und dass uns ein "Jenseits von Endlichkeit" versprochen ist.

Denn, so unsere Religion, es gibt ein "Jenseits von Zeit", auch Unendlichkeit genannt oder "ewiges Leben".

<< zurück

Angebot - Hamburg entspannt

Hamburg entspannt

VCH-Hotel Mellingburger Schleuse

Nehmen Sie sich eine Auszeit vom Alltagsstress und entspannen Sie im grünen Alstertal Hamburg...

ab 208.00

Tageslosung für 24.01.19 Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater., Jeremia 31,9


VCH-Hotels Deutschland

Auguststraße 80
10117 Berlin
Tel. +49 (0)30 213 007 140
Fax +49 (0)30 213 007 141

Newsletter-Anmeldung

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden mit unserem Gratis-Newsletter.

Buchung in nur 3 Minuten!